An der Costa Blanca lautet die nützliche Frage nicht, ob es Cannabis-Vereine gibt. Sie lautet, welcher von ihnen das ist, was er zu sein behauptet. Kein spanischer Cannabis-Club-Markt ist so gut mit Ermittlungsfällen dokumentiert wie diese Küste, und das Muster darin sollte man kennen, bevor man irgendwo beitritt. Rechtsstand: 21. August 2026.
Was die Guardia Civil zu Protokoll gab
Im Juni 2023 beschrieb ein Leutnant der Guardia Civil, wie Torrevieja binnen fünf Jahren von zwei oder drei Cannabis-Clubs auf über fünfzehn kam, und schätzte, dass rund neun von zehn illegal arbeiteten. Diese Zahl ist eine polizeiliche Schätzung, keine Messung, und so sollte man sie auch lesen – aber sie kam mit einer Aktion im Rücken: sieben zerschlagene Clubs, neunzehn Festnahmen aus acht Nationen, rund 120.000 Euro an Drogen und 12.000 Euro Bargeld sichergestellt.
Die wiederkehrenden Befunde waren verwaltungstechnisch und unspektakulär: kein Mitgliederregister, keine Buchführung, bei der Kontrolle keine Unterlagen. Keine exotische Kriminalität, sondern das Fehlen des ganz gewöhnlichen Papierkrams, den ein echter Verein produziert.
Was an dieser Küste tatsächlich zur Schließung führt
Die Beweisanzeichen wiederholen sich so verlässlich, dass man sie auflisten kann – und fast alle betreffen das Verhalten, nicht den Stoff.
- Werbung im Netz oder in sozialen Medien dafür, dass ein Ort Cannabis verkauft.
- Öffentliche Bewertungen, die einen Einkauf beschreiben statt einen Mitgliederclub.
- Kunden, die viel zu schnell wieder draußen sind, um vor Ort etwas konsumiert zu haben.
- Draußen abgefangene Gäste mit Ware, die sagen, wo sie gekauft haben.
- Keine kommunale Lizenz und kein Eintrag im Registro de Asociaciones de la Comunitat Valenciana.
Im Juli 2023 schloss die Policía Nacional in Benidorm einen zentral gelegenen Scheinclub, der an ausländische Touristen verkauft hatte – keine Lizenz, nicht im Register. Im August 2026 wurde ein Club in Altea geschlossen, nachdem seine Betreiber Verkäufe in sozialen Medien beworben hatten. Beide passen exakt auf diese Liste.
Das Recht, das diese Einsätze durchsetzen
Erwachsene dürfen Cannabis im privaten Raum konsumieren und besitzen. Das ist entkriminalisiert, nicht legalisiert – kein Straftatbestand, aber auch kein Recht darauf und kein legaler Weg, welches zu kaufen. In STS 484/2015 entschied der Tribunal Supremo im Plenum, dass organisierter Anbau und organisierte Verteilung mit Dauercharakter und offen für neue Mitglieder Handeltreiben nach Artikel 368 des Código Penal sind. Er hat das seither bekräftigt, zuletzt in STS 328/2025, das zusätzlich den Straftatbestand der unerlaubten Vereinigung annahm.
Ein Mitgliedsbeitrag ändert daran nichts. Wenn die Zahlung mit der mitgenommenen Menge steigt und danach niemand mehr kontrolliert, lesen die Gerichte einen Verkauf – ganz gleich, wie die Papiere ihn nennen.
Das Register ist ein Signal, keine Lizenz
Der Eintrag im Registro de Asociaciones de la Comunitat Valenciana ist deklaratorisch: Er hält fest, dass ein Verein existiert, und veröffentlicht seine Satzung. Für die Cannabis-Tätigkeit bedeutet er nichts. Sein Fehlen aber ist aufschlussreich, und die Polizei behandelt es sichtlich so – in den Fällen Benidorm und Torrevieja wurde die fehlende Eintragung neben der fehlenden Lizenz berichtet. Ein Club, der dir weder das eine noch das andere zeigen kann, hat eine Frage beantwortet, die du hättest stellen sollen.
Für Bürgschaft und Wartefrist gilt dasselbe. Kein spanisches Gesetz verlangt sie, sie sind Vereinsbrauch. Sie sagen dir, wie sorgfältig ein Laden geführt wird, nicht, ob er rechtmäßig ist.
Vor der Tür, im Ferienort
Cannabis auf einer Straße, einer Promenade, am Strand oder im Bus zu konsumieren oder mitzuführen, ist ein schwerer Verstoß nach Artikel 36.16 der Ley Orgánica 4/2015, und der Rahmen für schwere Verstöße reicht von 601 bis 30.000 Euro. Er gilt unabhängig davon, ob das Cannabis für jemand anderen bestimmt war.
In Benidorm, Torrevieja, Calpe, Santa Pola und Orihuela Costa wiegt das schwerer als fast überall sonst, denn der Weg vom Club zur Ferienwohnung ist kurz, öffentlich und belebt – und die Touristen, die bei den oben genannten Einsätzen vor Clubs abgefangen wurden, wurden genau auf diesem Weg abgefangen. Ein Mitgliedsausweis ist einen Schritt hinter der Vereinstür nichts mehr wert. Den Rest findest du in unseren Sicherheitshinweisen.
Was dieses Verzeichnis ist – und was nicht
Das hier ist ein Informationsverzeichnis. Es listet Vereine in der Provinz Alicante – Alicante Stadt, Benidorm, Torrevieja, Elche, Dénia, Xàbia, Calpe, Altea – und verkauft FastTrack: Adresse und Kontaktdaten eines Clubs, direkt zu dir. Es verkauft kein Cannabis, es verkauft keine Mitgliedschaft, und es kann dir nirgends Einlass verschaffen. Fang mit der Clubsuche an, mit der Karte oder mit den häufigen Fragen.
Ein Eintrag ist eine Information über einen Ort. Er ist keine Empfehlung und keine Aussage darüber, dass dieser Ort rechtmäßig arbeitet.












